Biografie
1967 Geboren in Bern
1984 Auslandjahr in Ecuador
1988 Matura Typus B, Kirchenfeldgymnasium Bern
1996 Lic Phil Hist Germanistik, Universität Bern
2004 HLA Germanistik, Universität Bern
2016 Der Klarträumer, Roman
2019 Tristan, Hörspiel
Nicolai Richter (geb. 1967 in Bern) ist Schweizer Schriftsteller, Essayist, Germanist und ehemaliger Gymnasiallehrer. Er arbeitet an der Schnittstelle von Literatur, Erinnerung, Sprache und gesellschaftlicher Kritik. Seine Texte bewegen sich zwischen autobiografischer Prosa, essayistischer Analyse, lyrischer Verdichtung und polemischer Intervention.
Nach der Matura 1988 in Bern studierte Richter Germanistik an der Universität Bern und schloss 1996 mit dem Lizenziat ab. 2004 erwarb er das Höhere Lehramt für Deutsch, inklusive eines Praktikums am Deutschen Gymnasium in Biel. In den folgenden Jahren unterrichtete er an verschiedenen Schulen, unter anderem in der Zentralschweiz, wo er sich intensiv mit Bildungsinstitutionen, regionaler Kulturgeschichte und deren ideologischen Prägungen auseinandersetzte.
Parallel zur Lehrtätigkeit entwickelte Richter ein eigenständiges literarisches Werk. Früh beschäftigten ihn Fragen von Identität, Körper, Schuld, Herkunft und Erinnerung. Seine Texte kreisen um familiäre Archive, transgenerationale Traumata, religiöse Bildwelten und die oft verdeckte Gewalt institutioneller Sprache. Dabei verbindet er persönliche Erfahrung mit kulturkritischer Reflexion.
Bekannt wurde Richter auch durch sein öffentliches Engagement als Aktivist und Kommentator gesellschaftlicher Debatten. Seine Interventionen zeichnen sich durch sprachliche Schärfe, Ironie und eine skeptische Haltung gegenüber moralischer Selbstgewissheit aus. Er schreibt gegen Verdrängung, gegen ritualisierte Empörung und gegen die bequeme Erzählung vom Fortschritt.
Zu seinen Arbeiten zählen das Hörspiel Tristan (2019), veröffentlicht bei Kindle, sowie das Prosawerk Der Klarträumer (2016). Im Zentrum seines gegenwärtigen Schaffens steht das fortlaufende autobiografische Großprojekt Säure und Kreide, in dem Richter Lebenserfahrung, Klinikaufenthalte, Sucht, Heilung und Erinnerung in einer offenen, fragmentarischen Form verarbeitet. Weitere Texte erscheinen unter dem Pseudonym Lucien Nacht, insbesondere im Rahmen eines prosaisch-erotischen Tagebuchprojekts aus der Zürcher Szene.
Richter arbeitet zudem an historischen, literarischen und wissenschaftlichen Projekten, die sich mit der Zentralschweiz, religiöser Symbolik, Machtstrukturen und Neurodiversität befassen. Seine Schreibweisen reichen von streng analytisch bis bewusst literarisch, von minimalistisch bis polemisch zugespitzt.
Er lebt und arbeitet in der Schweiz
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